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Das Lokalfernsehen Wil

Lokalfernsehen wird Aktiengesellschaft

Nach zwölfjährigem Bestehen ihres Senders gingen die Fernsehmacher vom LTV Wil 1992 über die Bücher. Es ging vor allem darum, die inneren Strukturen zeitgemässer und effizienter zu gestalten. So fiel der Entscheid, den Verein "Offener Kanal Wil" als Träger des Lokalfernsehens durch eine neu zu gründende Aktiengesellschaft abzulösen. Im Spätsommer 1992 wurden den Betreibern bereits Gelder in der Grössenordnung von 100 000 Franken in Aussicht gestellt. Dieses Startkapital genüge, um die geplante Umwandlung im Februar 1993 vornehmen zu können, erklärten Susy und Reto Osterwalder-Brändle vom LTV Wil auf Anfrage. Allerdings sei vorgesehen, das Aktienkapital möglichst bald zu erhöhen. Wünschenswert wäre ein "Polster" von rund 500 000 Franken, hiess es.
Für einen reibungslosen Betrieb müsste der Sender in Zukunft jährlich eine Million Franken einnehmen. Nur ein kleiner Teil davon kann von Sponsoren erbracht werden. "Wir wollen rund drei Viertel dieser Summe durch Fernsehwerbung erwirtschaften", erläutert Reto Osterwalder-Brändle sein Budget. Der rechtliche Rahmen hierfür ist durch das am 1. Juli 1991 in Kraft getretene neue Radio- und Fernsehgesetz gegeben. Demnach ist es den Lokalfernsehbetreibern erlaubt, stündlich bis zu neun Minuten Werbung auszustrahlen und das 24 Stunde pro Tag. "Für eine ausgeglichene Rechnung würden uns bereits drei Minuten pro Stunde genügen. Allerdings liegen wir derzeit noch weit von diesem Ziel entfernt", gibt Reto Osterwalder-Brändle zu bedenken. Gründe für diese Zurückhaltung seien die derzeit herrschende schlechte Wirtschaftslage sowie die hohen Produktionskosten für Werbespots. Vereinzelt seien Firmen dabei, landesweit ausgestrahlte Spots zu lokalisieren, das heisst, durch Angaben lokaler Anbieter zu ergänzen.

Stationen in der Geschichte des Wiler Fernsehens

1980  Start der ersten Versuchsphase (schweizerisches Pilotprojekt)
1982  Zweite Versuchsphase und Gründung des Vereins "Offener Kanal Wil"
1983  Dritte Versuchserlaubnis
1986  Verlängerung der Konzession
 "Neubeginn" mit Rolf-Peter Zehnder als Sponsor
 Neues Sendekonzept
 Regelmässige Sendungen
1987  Statutenänderung (weg von der Idee des frei zugänglichen Sendebetriebs.  Ausbildung erforderlich)
1988  Erneute Konzessionsverlängerung
1988  Gesuch um Direktabstrahlung wird von Bern abschlägig behandelt - weiterhin  an Kabelnetz gebunden
1989  Wiler Stadtparlament erhöht Beitrag an LTV von 6000 Franken auf 20000  Franken Das Lokalfernsehen Wil geniesst Gastrecht im professionell  ausgerüsteten Fernsehstudio der Syma AG in Kirchberg (neuer Sponsor:  Marcel Strässle) Mit einer feierlichen und offiziellen Studioeröffnung  wird dieser wichtige Schritt gefeiert.
 Im Herbst des gleichen Jahres kann in Wil das neue Studio 2 eröffnet  werden, welches dank dem zweiten neuen Sponsor, der Buchdruckerei Flawil  AG, mit neuesten technischen Geräten ausgestattet werden konnte.
1990  Mit verschiedenen Aktivitäten wird das Jubiläumsjahr des Wiler Fernsehens  gefeiert.

(Wiler Jahrbuch, Wil 1992/93)

Nach weiteren fünf Jahren Betrieb musste das Wiler Lokalfernsehen, einst der schweizweit erste konzessionierte Lokalfernseheversuch, den Sendebetrieb Ende 1997 einstellen.

 

 

Das Lokalfernsehen Wil
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Letztes Update: 10.12.2014